Moderation
Maßnahmen, Logs und Rechte — alles unter einem Dach, mit Fallnummern und einem Protokoll.
Moderation besteht bei Fishbot aus drei Teilen, und die findest du im Dashboard unter Moderation als drei Punkte untereinander:
| Teil | Wofür |
|---|---|
| Maßnahmen | Wer darf moderieren, wie lange gelten Verwarnungen, was passiert automatisch |
| Logs | Das Protokoll — eure eigenen Fälle und alles, was auf dem Server sonst passiert |
| Rechte | Einzelne Befehle an einzelne Personen geben, ohne „Server verwalten" zu verschenken |
Früher waren Maßnahmen und Logbuch zwei getrennte Module. Das führte zu einer Doppelung, die
niemand als solche erkannte: Ein Bann über /mod ban schrieb einen Fall ins Modlog — und Discord
meldete denselben Bann unabhängig davon ans Logbuch. Zwei Kanäle, zwei Einstellungen, zwei
Nachrichten, von denen die zweite weniger wusste als die erste. Heute ist es ein Protokoll.
Maßnahmen
Einrichten
/mod setup (oder /setup modul:Moderation). Drei Dinge lohnen sich sofort:
- Moderator-Rollen — wer verwarnen, stummschalten und kicken darf.
- Admin-Rollen — wer zusätzlich bannen und entbannen darf.
- Kanal für Fälle — wo jede Maßnahme protokolliert wird.
Alles andere hat sinnvolle Vorgaben und kann warten.
Der Bot akzeptiert zusätzlich immer Discords eigene Rechte. Wer Mitglieder moderieren hat, kann also verwarnen, auch bevor du eine einzige Rolle einträgst.
Die Befehle
/mod warn mitglied grund
/mod timeout mitglied grund [dauer]
/mod untimeout mitglied [grund]
/mod kick mitglied grund
/mod ban mitglied grund [nachrichten_loeschen]
/mod unban benutzer_id [grund]
/mod purge anzahl [nur_von]
/mod akte mitglied
Die Dauer verstehst du so, wie du sie tippst: 30m, 2h, 7d — oder eine nackte Zahl für
Minuten. Lässt du sie weg, nimmt der Bot die Standarddauer aus den Einstellungen. Discords Grenze
liegt bei 28 Tagen.
Fallnummern
Jede Aktion bekommt eine fortlaufende Nummer: Fall #1, #2, und so weiter, pro Server. Die
Nummer steht in der Antwort, im Protokoll und in der DM an die betroffene Person. /mod akte zeigt
alle Einträge zu einem Mitglied mit Grund, Datum und ausführender Person.
Verwarnungen und die Automatik
In den Einstellungen legst du fest, wie viele Verwarnungen zu einer Strafe führen und welche das
ist — stummschalten, kicken, bannen oder nur melden. Der Bot zählt dabei nur aktive
Verwarnungen: Nach der eingestellten Zahl an Tagen verfallen sie von selbst (Standard 90 Tage,
0 schaltet das Verfallen ab).
Nach jeder Verwarnung steht in der Antwort, wo die Person gerade steht — etwa „Aktive Verwarnungen: 2/3".
Geschützte Rollen
Wer eine geschützte Rolle trägt, wird vom Bot nicht angefasst — egal wer den Befehl gibt. Praktisch für Team-Rollen, damit sich niemand versehentlich gegenseitig moderiert.
Zusätzlich gelten immer Discords eigene Regeln: Der Bot kann niemanden anfassen, der in der Rollenliste über ihm steht. Wenn eine Aktion daran scheitert, sagt er das im Klartext — zieh dann die Bot-Rolle in den Servereinstellungen weiter nach oben.
Aufräumen
/mod purge anzahl:50 löscht die letzten 50 Nachrichten im Kanal, nur_von beschränkt das auf
eine Person. Discord erlaubt das nur für Nachrichten, die jünger als 14 Tage sind — ältere bleiben
stehen, und der Bot sagt es dir.
Logs
Das Protokoll beantwortet Fragen, die immer erst hinterher kommen: Wer hat diesen Kanal gelöscht? Wann hat jemand dem neuen Mitglied die Admin-Rolle gegeben? War der, der gestern rausgeflogen ist, überhaupt lange dabei?
Wie ein Eintrag aussieht
Wie eine Systemnachricht von Discord: ein Farbbalken links, ein Symbol, ein Satz — und darunter die Einzelheiten in einer Zeile.
➕ @neues-Mitglied ist beigetreten
Konto 5 Monate alt · Mitglied Nr. 348
🔨 spammer wurde gebannt
Fall #12 · durch @Timo · Grund Werbung per DM
Jede Art hat ihre eigene Farbe und ihr eigenes Symbol — Bann ein Hammer in Dunkelrot, Kick ein Stiefel in Orange, Beitritt ein Plus in Grün, Sprachkanäle in Türkis. Der Sinn ist nicht Schmuck: In einem Kanal, in dem Beitritte, Rollen und Bans durcheinanderlaufen, erkennst du die Art schon am Rand, bevor du die Zeile liest.
Einrichten
Im Dashboard unter Moderation → Logs, oder im Discord mit /logbuch setup. Du trägst Kanäle
ein — je Bereich einen. Ein Bereich ohne Kanal ist aus; das ist der Schalter.
| Bereich | Was hineingeht |
|---|---|
| Mitglieder | Beitritte mit Kontoalter, Austritte mit Verweildauer und letzten Rollen |
| Rollenwechsel | wer welche Rolle bekommen oder verloren hat |
| Namensänderungen | Serverspitzname und Benutzername |
| Moderation | eure Fälle mit Fallnummer, Bans von Hand am Bot vorbei — und auf Wunsch gelöschte Nachrichten |
| Server-Änderungen | Kanäle, Rollen, Emojis, Servereinstellungen |
| Sprachkanäle | wer welchen Kanal betreten, verlassen, gewechselt hat — einzeln abschaltbar, siehe unten |
| Schutz | Anti-Nuke, Quarantäne, Bedrohungsstufe, Raidschutz |
Rollenwechsel und Namensänderungen landen im Mitglieder-Kanal, wenn du ihnen keinen eigenen gibst. Niemand soll sechs Kanäle anlegen müssen, nur um anzufangen.
Moderation fällt bewusst nicht zurück. Ein Bann gehört nicht versehentlich in einen Kanal, den alle lesen können.
Keine Doppeleinträge
Bannst du über /mod ban, steht ein Eintrag da: der Fall, mit Nummer, Moderator und Grund.
Discord meldet denselben Bann zwar unabhängig davon — diese ärmere Meldung lässt der Bot aber weg,
weil er weiß, dass er es selbst war. Bannt dagegen jemand von Hand über das Discord-Menü, steht
der Bann trotzdem im Protokoll, nur eben ohne Fallnummer. Genau dafür ist dieser Teil da: Er sieht
auch das, was am Bot vorbeigeht.
Was dein Tarif kann
Die eigenen Fälle — alles, was über /mod läuft — werden in jedem Tarif protokolliert, auch im
kostenlosen. Was Discord selbst meldet — Beitritte, Austritte, Rollenwechsel, Namensänderungen,
Kanäle, Sprachkanäle und Bans von Hand — gehört zum Plan Fishbot.
Was nicht drinsteht
Der laufende Gesprächsverlauf. Was geschrieben wird, steht nicht im Log — nur, was mit dem Server passiert. Ein Log, das jede Nachricht mitschreibt, ist ein Mitschnitt, und das soll es nicht sein.
Die eine Ausnahme stellst du selbst ein: gelöschte Nachrichten.
Gelöschte Nachrichten
Unter „Was ausgelassen wird" steht der Schalter Gelöschte Nachrichten protokollieren — mit drei Stufen: gar nicht (voreingestellt), nur dass gelöscht wurde, oder mit Wortlaut.
Eingetragen wird nur, wenn jemand die Nachricht eines anderen löscht. Wer seine eigene wegnimmt, erscheint nicht. Das ist keine Einstellung, sondern Discord: Einen Audit-Eintrag, aus dem hervorgeht wer gelöscht hat, gibt es nur bei fremden Löschungen. Ohne ihn schreibt Fishbot nichts — lieber kein Eintrag als jede Selbstkorrektur als Moderationsfall.
/mod purge erzeugt eine Zeile statt zwölf, und der Fall mit Nummer und Grund steht ohnehin
schon im Log.
Bei mit Wortlaut steht der Text der gelöschten Nachricht im Kanal. Das ist im Streitfall genau das, was man braucht — und zugleich das Einzige, was Fishbot sonst nirgends festhält. Überleg dir, wer diesen Kanal lesen darf.
Nachrichtentexte liest Fishbot sonst nur dort, wo ein Modul sie braucht: im Ticket-Verlauf, im Starboard-Eintrag und bei den Stichwort-Reaktionen. Gespeichert wird allein der Ticket-Verlauf, und der nur so lange, wie du es einstellst.
„durch: unbekannt" bei Bans
Discord meldet beim Bann nicht mit, wer ihn ausgelöst hat — das steht nur im Audit-Log. Der Bot sieht dort nach, wenn er das Recht Audit-Log einsehen hat. Fehlt es, wird der Bann trotzdem protokolliert, nur ohne Namen. Ein Eintrag ohne Urheber ist besser als keiner.
Einzelne Ereignisarten abschalten
Ein Bereich ohne Kanal ist aus — das ist der grobe Schalter. Manchmal willst du den Bereich aber behalten und nur das Rauschen los sein: Sprachkanal betreten und verlassen sind auf großen Servern neunzig Prozent aller Einträge, und dazwischen geht der Wechsel in den Besprechungsraum unter.
Dafür steht unter „Was ausgelassen wird" die Liste Diese Ereignisse nicht protokollieren. Alles ohne Haken wird protokolliert; ein Haken heißt, diese Art kommt weder in den Kanal noch ins Dashboard. Im Dashboard stehen alle Arten nach Bereichen sortiert mit Kästchen, im Discord-Panel in zwei Auswahllisten.
Hakst du eine Moderationsart ab, verschwindet sie nur aus dem Protokoll. Der Fall bleibt: Fallnummer, Grund, ausführende Person und
/mod aktesind davon unberührt.
Ausnahmen und Nachschlagen
Unter „Was ausgelassen wird" kannst du außerdem Kanäle ausklammern und Bots ausblenden. Letzteres ist voreingestellt an — andere Bots erzeugen sonst den Großteil der Einträge.
Dieselben Einträge stehen zusätzlich im Dashboard unter Logbuch, dort durchsuchbar und nach Person filterbar. Wie lange, stellst du mit „Im Dashboard aufbewahren" ein (Standard 30 Tage).
/logbuch test schickt in jeden eingerichteten Bereich einen Beispieleintrag — kommt nichts an,
fehlen dem Bot dort Schreibrechte.
Rechte
Das Problem
Discord kennt für fast alles, was Fishbot einstellt, nur ein Recht: Server verwalten. Wer es hat, darf den Server umbenennen, Kanäle löschen und Rollen verschieben. Soll jemand nur den Begrüßungstext anpassen, müsste er all das mitbekommen — oder er bekommt gar nichts.
Die Lösung
Im Dashboard unter Moderation → Rechte drehst du es um: Du trägst eine Person ein und hakst genau die Befehle an, die sie benutzen darf. An den Discord-Rechten ändert sich dabei nichts, und entzogen ist es in einem Klick.
- In Discord Rechtsklick auf die Person → ID kopieren. Taucht der Punkt nicht auf, muss unter Einstellungen → Erweitert erst der Entwicklermodus an.
- ID eintragen, Befehle anhaken, speichern.
- Im Discord gilt es binnen einer halben Minute.
Die Person kann den Befehl danach benutzen, als hätte sie das Recht — auch die Knöpfe im Einstellungsfenster funktionieren für sie. Sie sieht aber nur das, was du angehakt hast.
Was sich nicht vergeben lässt
/setup und /sicherung stehen bewusst nicht zur Wahl. Über das eine lässt sich jedes Modul
umstellen, über das andere der halbe Server zurückspielen. Beides ist kein Handgriff, den man
delegiert — wer das machen soll, braucht Server verwalten.
Nicht zu verwechseln mit
Zugänge entscheidet, wer die Webseite öffnen darf — befristet und auf einzelne Module begrenzt. Rechte entscheidet, wer im Discord einen Befehl tippen darf. Das eine ist unabhängig vom anderen: Du kannst jemandem die Befehle geben, ohne ihm das Dashboard zu öffnen, und umgekehrt.
Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2026
